Fuji FP-100 C Negative / follow up

Ein kleiner Nachtrag zum “Fuji FP-100 C Negative retten…” Artikel von vor ein paar Tagen. Nachdem ich anfänglich die Methode von Sean Rohde wegen ihrer Einfachheit favorisiert habe, bin ich mittlerweile doch davon ab. Zumindest in Teilen. Die Ergebnisse nach Sean’s Vorgehen sind einfach nicht so sauber.

Meine, nach einigen Versuchen, nun favorisierte Methode ist quasi eine Mischung aus beiden, mit Präferenz zur New55 Methode. Ich klebe nach wie vor mit normalem Tesa ab, also nicht mit Unmengen von Ducktape wie beim New55 Film Blog gezeigt. Beim abkleben sollte man sich wirklich Mühe geben, denn kommt auch nur ein bißchen Bleiche an die Emulsionsschicht kann man das Negativ eigentlich vergessen. Es sei den wann will hier etwas experimentell arbeiten ;)

Ich trage jedoch nicht mehr die Bleiche mit dem Pinsel auf wie bei Sean Rohde und rubbel da irgendwie wild rum, sondern verfahre hier wieder wie die Jungs bei New55. Lege also zwei Lagen Küchenpapier auf die Negativrückseite und beträufel dieses mit der Bleiche. Hierzu eignet sich eine normale 5ml Spritze bestens. Kurz anpressen, mit einer Flasche oder einem Rollenquetscher geht das prima. Da Bücher drauf zu stapeln oder das ganze mit Frischhaltefolie abzudichten ist nicht nötig.

Dann lass ich das ganze ein paar Minuten wirken und spüle die schwarze Deckschicht einfach wie gehabt unter fliessendem Wasser ab. Hier leistet mir mein JOBO Cascade gute Dienste, geht natürlich auch ohne, aber mit geht es einfacher.

Die Chemiereste auf der Emulsionsseite kann man entweder vorher oder nachher mit Wasser abspülen, ganz sanft mit den Fingerkuppen nachhelfen schadet hier nicht. Zum Schluss noch ein oder zwei Minuten ins Netzmittelbad und dann normal zum trocknen aufhängen.

 

 

Links das eingescannte Negativ, ein wenig warm das ganze. Das ist aber wohl generell so schaut man sich die Erfahrungsberichte anderer Leute an. Rechts nach schneller Korrektur in Photoshop.

Das Ergebnis ist deutlich körniger und weist ein stärkeres Farbrauschen auf als das belichtete Positiv. Es ist aber doch gut zu gebrauchen. Vor allem wen man bedenkt das man vorher ja einfach kein Negativ hatte.

 

 

Und unten mal das Original.

 

 

So und jetzt steinigt mich weil ich das verdammte Tischbein im Hintergrund übersehen habe….

12 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Danke für den klasse Artikel.
    Tip: beim Fuji 3000B kann man sich das Ganze sparen. Da kann man einfach so das Negativ scannen.
    Interessanterweise hat das Ergebnis sogar mehr Zeichnung in den Graustufen.
    Neben der hohen Empfindlichkeit und dem schönen Korn ein Grund mehr, weshalb dieser Film zu einem meiner Lieblinge gehört. Leider habe ich Gerüchte gehört, dass dieser nicht mehr produziert werden wird. Keine Ahnung, ob das wirklich stimmt. Wäre echt schade…
    Hier ein Beispiel für ein gescanntes und invertiertes Negativ: http://www.flickr.com/photos/fz/6890124277

    Kompliment zum klasse Blog. Lese ich immer wieder sehr gern.

    Gruß
    Rabazzo

    • Erstmal danke und schön das es dir hier gefällt :)
      Ja mit dem FP-3000 B geht das auch so wie du es beschreibst klasse. Und ja da ist viel rauszuholen, vor allem wenn man mal unterbelichtet hat. Ich liebe diesen Film, soweit ich weis wird er nicht eingestellt, das war der FP-100 B.

  2. danke für den 2.Teil.
    ich “liebe” es nach dem fotografieren am PC oder mit den fertigen Bildern in der Hand dann doch Dinge zu finden, welche ich vorher übersehen habe….

  3. Pingback: Fuji FP-100 C Negative retten / Teil 3 | the hometrail » fotografien / blog des fotografen marc von martial

  4. halo!könntest du mir bitte schreiben was du für
    netzmittel nimmst?thx!
    schöne seite…
    best*thomas

  5. danke!!!und mit welchen scanner hast du das negativ gescannt?(direkt auf dem glas?oder gibts dafür scannmasken?)…schönes wochenende…best*thomas

    • Direkt auf Glas. Hab noch gar nicht geguckt ob das ungefähr in einen 4×5 Scanrahmen passt.
      Man könnte es auch auf einen leeren Rahmen vom Packfilm legen, damit es nicht direkt auf dem Glas liegt.

  6. Also ich benutze zum Scannen 1.200 dpi — das reicht eigentlich in der Regel.
    Ich lege das Negativ/Positiv immer direkt auf die Glasplatte.
    Aber nur, wenn das Bild auch wirklich absolut trocken ist.

    • Was ich für einen Quatsch geschrieben habe!
      Das Negativ wird natürlich entweder mit einem (sauteuren!) Trommelscanner oder mit einem “Epson Perfection V700 Photo Scanner” (oder auch V750) eingescannt.

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